Blick mit großen Augen auf das Chaos des Leben


FilmClub Heide zeigt die märchenhaft-skurrile Liebeskomödie „Der wunderbare Garten der Bella Brown“

 

Heide (rd) Bella Brown (Jessica Brown Findlay) liebt die kleinen Dinge, die ihre Phantasie beflügeln, und träumt davon, Kinderbücher zu schreiben. Im echten Leben und in ihrem Haus aber liebt sie Ordnung über alles. Natur ist ihr ein Graus, bedeutet sie doch Willkür und Chaos. Als sie von ihrem Vermieter gezwungen wird, ihren verwilderten Garten innerhalb eines Monats in einen blühenden zu verwandeln, weil ihr sonst die Kündigung droht, bekommt sie unerwartet Hilfe von ihrem mürrischen Nachbar Alfie Stephenson (Tom Wilkinson).

Der besitzt nicht nur einen sehr grünen Daumen und eine Menge Lebensweisheit, er beschäftigt auch den überaus begabten Koch Vernon (Andrew Scott). Doch Vernon ist nicht nur kulinarisch versiert, er hat außerdem ein besonderes Gespür für Menschen. Als er merkt, wie sehr Bellas Herz für den jungen Erfinder Billy (Jeremy Irving) schlägt, hilft er dem Glück ein wenig auf die Sprünge.

In der märchenhaft-skurrilen Liebeskomödie „Der wunderbare Garten der Bella Brown“ wird mit großen Augen auf das Chaos des Lebens geschaut. Der Film  erzählt von einer wundersamen Freundschaft, lebt von seinen liebenswert skurrilen Figuren und verzaubert durch seinen nostalgisch-entrückten Erzählton.

Der FilmClub Heide zeigt den Film am Montag, den 4. Februar um 19.15 Uhr im Kino Lichtblick. Karten unter 0481 686811

 

 

 

BU: Vom Mauerblümchen zur Blumenfee: Jessica Brown Findley in „Der wunderbare Garten der Bella Brown“. Foto Verleih

FilmClub Januar 2019

  1. Januar 2019
    Männer in Badehosen

FilmClub Heide zeigt „Swimming with men“

Synchronschwimmen macht glücklich: In der Komödie „Swimming with Men“ taucht ein Herrengrüpplein ab – und entkommt so der Midlife-Crisis.

Das Leben kann hart sein, vor allem, wenn man ein Mann in der Midlife-Krise ist. Manche kaufen sich ein Motorrad, andere werden zum Marathon-Läufer. Als es beim britischen Buchhalter Eric (Rob Brydon) soweit ist, wählt er einen anderen Weg – und tritt einem Amateur-Team für synchronisiertes Schwimmen bei. Die Gruppe besteht aus acht Männern. Alle sind auf ihre jeweilige Weise in der Krise, keiner ist eigentlich so richtig sportlich. Oder zumindest nicht so elegant, wie man sich das bei Synchronschwimmern vorstellt. Regisseur Oliver Parker hat ein Figurenkabinett an selbstironischen Underdogs versammelt, bei denen der Bauch in gravitätischer Eleganz über den Schwimmhosenbund schwappt. Durch die Einstudierung von Schwimm-Figuren („Der Schneebesen“, „Die welkende Blüte“) versuchen die Männer, ihrem Leben wieder ein bisschen Würde zu verleihen. Die Sache nimmt an Dramatik auf, als das Team beschließt, an der inoffiziellen Weltmeisterschaft im Männer-Synchronschwimmen teilzunehmen.

„Swimming With Men“ ist so britisch, wie ein Film nur sein kann, mit viel trockenem Humor und Selbstironie. Ein Geheimrezept, das grundsätzlich selten schief geht. Und so schwimmen sich auch diese liebenswürdigen Krisen-Männer ins Herz der Zuschauer. Der FilmClub Heide zeigt den Film zum Auftakt des Kinojahres 2019 am 7. Januar ab 19.15 Uhr im Kino Lichtblick.

 

  1. Januar 2019

Die Seele des Films
FilmClub Heide zeigt „Score – Eine Geschichte der Filmmusik“

 

Wodurch wird eine Filmmusik eigentlich so unvergesslich? Wie beeinflusst die Musik auf der Leinwand unsere Empfindungen über den Film? Einfache Fragen, auf die aber komplexe Antworten lauern. Denn nur eines ist klar: Die Musik spielt im Film immer eine große Rolle und das seit den Anfängen der Filmgeschichte.

Zur Zeit des Stummfilms hatte Filmmusik noch die Funktion, das Rattern der Projektoren zu übertönen. Doch spätestens seit Max Steiners Musik zu „King Kong“ im Jahr 1933 hat sich der sogenannte Score zur eigenständigen Kunstform entwickelt. Filmmusik kann verborgene Gefühle ausdrücken und gilt für manche Enthusiasten gar als „die Seele des Films“. In einem Streifzug durch die Filmgeschichte erinnert Regisseur Matt Schrader an bekannte Melodien von James Bond bis Indiana Jones und analysiert im Gespräch mit Komponisten deren besondere Qualitäten. Bei Besuchen im Studio, etwa den berühmten Abbey Road Studios in London, wird auch aktuelle Musik bei deren Entstehung betrachtet.

In „Score – Eine Geschichte der Filmmusik“ gibt Regie-Newcomer Matt Schrader einen Einblick in die faszinierende Welt der Score-Komposition und nimmt sich viel Zeit, um sämtliche Facetten von Job und Branche zu erläutern. Selbst für themenfremde Zuschauer ergibt sich so – auch dank der vielen brandaktuellen Beispiele – ein kurzweiliges Filmerlebnis mit informativem Mehrwert. Der FilmClub Heide zeigt die Doku am Mittwoch, den 16. Januar ab 19.15 Uhr im Kino Lichtblick